Ein PDF ist barrierefrei, wenn Menschen es auch ohne zu sehen oder ohne Maus nutzen können: mit Screenreader, Vorlesefunktion, Vergrößerung oder Tastatur. Dafür braucht das PDF eine unsichtbare zweite Ebene, die sagt, was Überschrift, Tabelle, Bild oder Formularfeld ist. Genau diese Ebene fehlt meistens – und genau die baut DokAudit. Am Aussehen des Dokuments ändert sich nichts.
So hört sich Ihr PDF an – vorher und nachher
Vereinfachte Beispiele, sinngemäß so, wie der verbreitete Screenreader NVDA vorliest. Links ein typisches PDF aus der Verwaltung, rechts dieselbe Stelle nach DokAudit.
Überschriften
Vorher – der Screenreader liest: „Gebührensatzung der Stadtbücherei Paragraf 1 Geltungsbereich Diese Satzung gilt für …“ – alles ein einziger Absatz.
Nach DokAudit: „Überschrift Ebene 1: Gebührensatzung der Stadtbücherei. Überschrift Ebene 2: Paragraf 1, Geltungsbereich.“ Mit der Taste H springt man von Abschnitt zu Abschnitt.
Was DokAudit dafür tut: Überschriften aus Schriftgröße und Formatierung erkennen und als H1 bis H3 auszeichnen, Lesezeichen daraus erzeugen.
Tabellen
Vorher – der Screenreader liest: „Leistung Gebühr Jahresausweis 20 Euro Ermäßigt 10 Euro Tagesausweis 3 Euro“ – welche Zahl gehört wozu?
Nach DokAudit: „Tabelle mit 2 Spalten und 4 Zeilen. Leistung: Jahresausweis. Gebühr: 20 Euro.“ Zu jeder Zelle wird die Spaltenüberschrift mitgelesen.
Was DokAudit dafür tut: Tabellen als Tabellen auszeichnen, Kopfzellen festlegen und jeder Zelle zuordnen; reine Layout-Tabellen auflösen.
Bilder und Diagramme
Vorher – der Screenreader liest: „Grafik. Grafik. Grafik.“ – oder gar nichts, das Diagramm existiert für den Screenreader nicht.
Nach DokAudit: „Grafik: Besucherzahlen der Stadtbücherei 2022 bis 2025, Anstieg von 41.000 auf 56.000.“ Das Logo auf jeder Seite wird übersprungen.
Was DokAudit dafür tut: Alternativtext vorschlagen (KI, zum Gegenlesen markiert), reine Schmuckbilder als Dekoration kennzeichnen.
Formulare
Vorher – der Screenreader liest: „Eingabefeld, bearbeitbar. Eingabefeld, bearbeitbar. Kontrollkästchen, nicht aktiviert.“ – wofür?
Nach DokAudit: „Name, Vorname: Eingabefeld. Geburtsdatum: Eingabefeld. Ich bin mit der Verarbeitung einverstanden: Kontrollkästchen, nicht aktiviert.“
Was DokAudit dafür tut: Jedes Feld mit der sichtbaren Beschriftung versehen, Felder in die Struktur einhängen und die Tab-Reihenfolge ordnen.
Zwei Spalten
Vorher – der Screenreader liest: „Die Biotonne wird alle Gelbe Säcke werden am 14 Tage geleert ersten Montag abgeholt“ – quer über beide Spalten.
Nach DokAudit: „Die Biotonne wird alle 14 Tage geleert.“ Danach: „Gelbe Säcke werden am ersten Montag abgeholt.“
Was DokAudit dafür tut: Die Lesereihenfolge nach Spalten und Kästen festlegen – bei schwierigen Layouts mit KI-Unterstützung, danach nachgemessen.
Kopf- und Fußzeilen
Vorher – der Screenreader liest: „… gilt ab Amtsblatt Nr. 14 Seite 3 von 12 dem 1. Januar …“ – mitten im Satz.
Nach DokAudit: „… gilt ab dem 1. Januar …“ Wiederholte Kopfzeilen und Seitenzahlen werden nicht mehr vorgelesen.
Was DokAudit dafür tut: Kopf- und Fußzeilen, Seitenzahlen und Trennlinien als Artefakt kennzeichnen.
Sprache und Zeichen
Vorher – der Screenreader liest: Die deutsche Satzung wird mit englischer Aussprache gelesen; „Gebühr“ klingt wie „Geb hr“ oder fehlt ganz.
Nach DokAudit: Deutsche Stimme, Umlaute und Sonderzeichen werden richtig ausgesprochen.
Was DokAudit dafür tut: Dokumentsprache setzen, Schriften einbetten und jedem Zeichen seine Unicode-Bedeutung geben.